Samstag, 25.05.2013

27. Dezember 2012

„Bündnis C – Christen für Deutschland“

Christliche Kleinparteien wollen sich zusammenschließen

Christliche Kleinparteien wollen sich zusammenschließen
AUF-Partei und PBC stimmen für Fusion zu „Bündnis C – Christen für Deutschland“. Foto: PR

Chemnitz/Tann (idea) – Zwei christliche Kleinparteien wollen sich zusammenschließen: die „Partei bibeltreuer Christen“ (PBC) und die Partei „Arbeit, Umwelt und Familie“ (AUF). Auf einem Parteitag der AUF-Partei am 21. Dezember in Chemnitz sprachen sich einer Pressemitteilung der Partei zufolge mehr als 80 Prozent der Delegierten für die Fusion aus. Bereits am 8. Dezember hatte ein Parteitag der PBC in Tann (Rhön) mit über 90 Prozent für das Zusammengehen beider Parteien votiert. Die Parteitagsbeschlüsse bedürfen jetzt noch der einfachen Mehrheit bei einer Urabstimmung aller jeweiligen Parteimitglieder. Das Ergebnis der Abstimmung soll bis Mitte Januar vorliegen. Wenn die Mitglieder zustimmen, soll auf einem Gründungsparteitag am 23. Februar der Vorstand der neuen Partei „Bündnis C – Christen für Deutschland – AUF und PBC“ gewählt werden. Die neue Partei hätte nach derzeitigem Stand rund 3.000 Mitglieder. Wie es hieß, versteht sich „Bündnis C“ als Partei, in der sich Christen aller Konfessionen für eine Politik nach christlichen Wertmaßstäben einsetzen. Der Bundesvorsitzende der AUF-Partei, Dieter Burr (Weissach bei Stuttgart), erhofft sich von der Fusion ein „Signal für mehr christliche Werte in der Politik“. Außerdem wolle man damit dem Wunsch vieler Wähler entsprechen, die sich nach einem klaren christlichen Profil in der deutschen Politik sehnen. Viele Christen vermissen seiner Ansicht nach in den aktuellen Diskussionen um Kinderbetreuung, Lebensschutz, Gender-Mainstreaming oder die Euro-Rettung eine politische Kraft, die christliche Standpunkte klar zum Ausdruck bringt und eine Politik auf der Basis der christlicher Werte entwickelt.

6 Leserkommentare
| 28.12.2012 um 16:50 Uhr

P. Rotest: Ihre Bemerkung "Genau das ist ja die Ausrichtung des neuen Programms", mag ich falsch verstehen. Ihnen und Ralf Kirchner will ich hier nur antworten, dass das von mir gelesene Grundsatzprogramm der neuen Partei wie schon die von AUF und PBC in vielem (nicht in allem) der Auslegung des "politischen Programms" der Bibel durch Millionen von Christen und ihren Konfessionen "radikal" widerspricht. Bei aller Kritik an CDU/CSU und FDP (etwa von mir als Lebensrechtler), stehen mir diese Parteien INHALTLICH weniger fern als die genannten christlichen Kleinparteien.

Jesaja53,5 | 28.12.2012 um 16:08 Uhr

Herr Kirchner ich denke, dass müssen Sie jedem Schreiber und Benutzer des Forums schon selbst überlassen, ob er sich outen und somit zum gläsernen Mensch macht (1984 George Orwell lässt grüßen). Ich muss nicht mit meinem Klarnamen hier meine Kommentare abgeben, oder gehen Sie mit einem Namensschild auf Ihrer Jacke zu einer Demonstration? Vielleicht noch mit Telefonnummer? ;-) ...In diesem Sinne!

Ralf Kirchner | 28.12.2012 um 13:14 Uhr

Danke an U. Motte dafür, dass er sich "outet". Ich praktiziere dies in derartigen Foren auch. Wer das Recht auf offene Diskussionen und freie Meinungsäußerung für sich reklamiert, für den sollte dies selbstverständlich sein! Zum Thema nur soviel, es ist hier nicht anders als im familiären Umfeld, in der Gemeindearbeit oder der Firma. Es wird nie gelingen, eine 100%ige Zustimmung zu Vorhaben oder Strategien zu erreichen. Dank an jene, die - allen mehr oder weniger konstruktiven Bedenken zum Trotz - den Mut haben, sich zu positionieren. Jammert nicht über die Dunkelheit, zündet eine Kerze an!

P.Rotest | 28.12.2012 um 10:36 Uhr

@Ulrich Motte: Genau das ist ja auch die programmatische Ausrichtung des neuen Bündnis-Cs, wenn man sich der Mühe unterwirft, das vorgelegte Programm zu studieren. Vermutlich hat das aber keiner gemacht. Besser zwei Parteien, die sich Konkurrenz machen, als eine Partei mit solch einem Programm. @Jesaja53,5: Der Mitgliederparteitag in Asperg hat doch gezeigt, wie man unliebsame Meinungen wegmachen kann. Offene Diskussion ist nur gewünscht, wenn sie nach 'meiner' Meinung geht :-(   Ich wette, dass sich über kurz oder lang eine weitere Konkurrenzpartei gründen wird. Die CM gibt es ja auch noch und in dem Wählerpotential fischen auch noch andere konservative Parteien. Ich glaube nicht, dass ein konservatives Bündnis unbedingt auch ein christliches ist.

| 28.12.2012 um 09:20 Uhr

Die erste Frage muss sein, ob Gott, dessen Gebote wir allein der Bibel entnehmen können, die Verbreitung christlicher Werte in der Politik überhaupt will. Ich will mich hierzu hier nicht äußern, aber erwähnen, dass darüber in den USA heftigst gestritten wurde und wird und gerade betont konservative Evangelische den Staat "nur" zur Sicherung der Freiheit berechtigt sehen und ihm das Recht zur Durchsetzung von "Werten" absprechen.

Jesaja53,5 | 28.12.2012 um 08:17 Uhr

Interessant, dass man über eine Parteifusion einen Delegiertenparteitag entscheiden lässt. Ist auch scheinbar bei der PBC so gelaufen. Scheut man etwa die offene Diskussion, die auf einem Mitgliederparteitag entstehen könnte?

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