03. September 2012
Zwei Jahre Haft wegen angeblicher Koran-Entweihung

Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea haben eine 17-jährige Christin im ostafrikanischen Tansania als „Gefangene des Monats September“ benannt und zu ihrer Unterstützung aufgerufen. Eva Abdullah wurde am 26. Juli wegen angeblicher Entweihung des Koran zu zwei Jahren Haft verurteilt. Die Jugendliche war vor drei Jahren vom Islam zum Christentum übergetreten. Daraufhin wurde sie von ihren Eltern enterbt. Eine Gruppe radikaler Muslime in ihrer Heimatstadt Bagamoyo am Indischen Ozean – in der Küstenregion dominiert der Islam – versuchte, sie dazu zu überreden ihren christlichen Glauben aufzugeben. Als sie dies ablehnte, klagten die Muslime sie fälschlich an, auf den Koran uriniert zu haben. Der Richter soll von militanten Muslimen bestochen worden sein, so die IGFM. Sie ruft dazu auf, den tansanischen Staatspräsidenten Jakaya Kikwete in Briefen zu bitten, sich gegen das ungerechte Urteil zu wenden für die Freilassung der Christin einzusetzen. Von den 42 Millionen Einwohnern sind 52 Prozent Christen, 32 Prozent Muslime und 14 Prozent Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen. Der Rest sind Hindus und Anhänger anderer religiöser Minderheiten. Nach Angaben der IGFM wächst der Einfluss des radikalen Islam in Tansania.
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Leider ist ihre Information teilweise falsch, die Prozentzahl Moslems/Christen ist gerade anders herum, Moslems haben in den vergangenen Jahren enorm zugelegt und die 50%-Marke überschritten. In der momentan stattfindenden Volkszählung wurde Religionszugehörigkeit nicht berücksichtigt, was vor allem radikale Moslems unglücklich machte. Diese Begebenheit zeigt die Strategie der radikalen Moslems in Tansania, es wurden wegen solcher Lügen als Vorwand schon etliche Kirchen abgebrannt und ein Pastor in Mto wa Mbu ermordert. Durch bestochene Zeugen werden Gerichtsverhandlungen in Mwanza hingezogen. Man möchte die Sharia auf diese Weise einführen, da es über das Parlament bis jetzt nicht klappte.