26. Dezember 2012
ZDF
Scharfe Kritik an „Faktencheck“ zur Geburt Jesu

Westerland (idea) - Scharfe Kritik an der ZDF-Dokumentation „Das Geheimnis der Geburt Jesu“ übt der Vorsitzende des Nordelbischen Arbeitskreises für biblische Orientierung, Alexander Schick (Westerland/Sylt). Der Sender hat sich am 25. Dezember in einem 45-minütigen „Faktencheck“ mit der Geburt Jesu Christi befasst. Nach Ansicht Schicks hat die Sendung jedoch nur „die üblichen Klischees verbreitet“. Es werde berichtet, dass Jesus nicht in Bethlehem, sondern angeblich in Nazareth geboren worden sei, dass Maria keine Jungfrau gewesen sei und dass es den Kindermord von Bethlehem nicht gegeben habe. Das seien alles Erfindungen der Evangelisten Lukas und Matthäus oder - wie die Sache mit der Jungfrau - ein Übersetzungsfehler. Laut Schick sind diese Thesen nicht neu. Sie würden den Zuschauern Jahr für Jahr als „wissenschaftliche Fakten“ aufgetischt. Dabei hätten sie ihre Wurzeln in der bibelkritischen Theologie, die Wunder grundsätzlich ausschließe. Gemäß dieser Auffassung könne es nicht sein, dass Jesus in Bethlehem geboren wurde, also in einem Ort, den der alttestamentliche Prophet Micha bereits als Geburtsort des Messias vorhergesagt habe. Schick bemängelt auch, dass keine theologisch konservativen Forscher interviewt wurden. So habe der Theologieprofessor Klaus Berger (Heidelberg) nachgewiesen, dass sich die Autoren des Neuen Testamentes keine Berichte ausgedacht hätten, weil sie die Prophezeiungen des Alten Testamentes erfüllt sehen wollten. Vielmehr hätten sie Ereignisse festgehalten und erst beim späteren Nachdenken festgestellt, dass diese mit den Voraussagen der Propheten übereinstimmten. Dies gelte beispielsweise im Blick auf die Jungfrauengeburt. Für Berger, so Schick, sei es „überaus fragwürdig, biblische Anschauungen als überholt wegzuschieben, weil man meint, dem modernen Menschen alle Stolpersteine aus dem Weg räumen zu müssen“. Dieses Urteil gelte auch für die ZDF-Sendung. Die Macher hätten „eine tolle Möglichkeit vertan, um die Zuschauer über Jesus von Nazareth seriös zu informieren“. Es sei „mehr als bedauerlich, dass solche Sendungen dann auch noch von unseren Gebühren finanziert werden“. In einer Pressemitteilung ruft Schick zu Protesten gegen diese „manipulative Sendung“ auf. Er ist Bestsellerautor zu den Schriftrollen vom Toten Meer und Begründer einer Qumran- und Bibel-Wanderausstellung, die mehr als eine halbe Million Menschen gesehen haben.


@ anti3anti: Bitte, nicht böse sein, aber was Sie schreiben ist doch in jeder Hinsicht unsinnig. Wenn ich erfahre, dass ein Medikament, das ich im Glauben, es helfe, eingenommen habe, in Wahrheit zumindest gar nichts wirkt - da nehme ich das keine Sekunde länger ein. Glauben heißt vertrauen. Und wie sollte ich vertrauen, wenn es nachweislich nicht stimmt. Oder zumindest mehr als fragwürdig ist. Von welchem Glauben reden Sie eigentlich, wenn Jesus nicht gelebt hätte? Ja, ich gebe zu, ich war schon als kleines Kind ein bißchen kritisch und habe nicht mal an den Weihnachtsmann, oder ähnliches geglaubt. Und auch manchen zur Verzweiflung gebracht, wenn ich Märchen hinterfragte (hat meine Mutter mir erzählt). Nein, ich möchte mein Leben nicht auf schöne Geschichten gründen. Und all die Christen, die verfolgt werden, weil sie an Jesus glauben - die möchten das auch nicht. Für Sie mag solch ein vager Glaube in Ordnung gehen, aber er hält in schweren Situationen nicht stand. Alles Gute.
@ Pietistenpresse: Nein, ich bin nicht dankbar, dass ZDF überhaupt etwas Christliches bringt. Niemand wäre über degleichen froh, wenn die Sendung so total daneben ist und eigentlich eher das in Zweifel zieht, was ihm wertvoll ist. Nein, es war nichts Neues, da diese kritischen Bemerkungen schon sehr alt sind. Von der lieben Nachrichtensprecherin gesprochene Schlussworte (als wohlwollend bedacht?) sind für mich total unlogisch. Wenn etwas nicht wahr ist, sondern nur ausgeschmückte Saga, da habe ich gar nichts von. Allerdings ging man bei der Kritik auch von angeblich in der Bibel berichteten Tatsachen aus. Nein, das steht gar nichts von Heiligen drei Königen. Genau genommen: weder von drei, noch von heilig noch von Königen. Und von einem Schweifstern steht da auch nichts. Es wäre da schon schön, wenn solche Besserwisser die Bibel erst mal ganz genau lesen. Und natürlich ist solch ein Schweifstern über einer Krippe malerisch und ist eben von jenem in der Sendung erwähnten Maler "erfunden" worden. Es war wohl auch im ZDF, als ein Astronom oder Astrophysiker als das wohl wahrscheinlichste die Erklärung einer sehr seltenen dreimaligen Konjunktion von Jupiter und Saturn im Sternibild Fisch im Jahre 7 v. Chr. abgab. Für die babylonischen Wissenschaftler eben ein klares Zeichen, dem sie folgten. Und falls jemand jetzt sagt, dass wäre ja dann nicht im Jahre Null gewesen. Nun, das kann schon gut sein und im Dezember war es bestimmt auch nicht. So viele angeblich neue Entdeckungen in einer kritischen Sendung? Ach, und Jesus wurde gar nicht irgendwo in einem Stall auf dem Feld geboren? In der Tat steht in der Bibel: sie wickelten ihn in Windeln und legten ihn in eine Krippe - denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Damals lebten in der Tat Menschen und Tiere oft in einem Haus zusammen (doch auch bei uns noch vor ein paar hundert Jahren oder). Gut, Jesus ist also in einem Haus geboren. Und? Maler haben wohl unser Denken stärker geprägt als wir manchmal denken. Und das macht auch nicht so viel, wenn man dann nicht auch noch eine kritische Sendung darauf aufbaut. Welche Beweise gibt es, dass Jesus in Nazareth geboren wurde? Weil er später so genannt wurde? Na klar, er hat da doch zum großen Teil die erste 30 Jahre gelebt. Ich finde es traurig, dass das ZDF den Glauben der Menschen auf die Basis von Sagen und Märchen stellen will. Der Apostel Petrus schreibt ganz klar: wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt. Und der Arzt Lukas beginnt sein Evangelium mit der Versicherung, dass er alles sorgfältig erkundigt hat. Und wenn ein Evangelist mehr das eine, ein anderer eben etwas anderes mehr herausstellt - ist das nicht gerade ein Zeichen von Wahrheit? Ich für mein Teil vertraue tausend Mal mehr diesen ersten Zeugen als einer Frau Gerster (so gut sie als Nachrichtensprecherin sein mag) , die ja wohl nicht wirklich einen persönlichen Glauben bezeugt, sondern den Auftrag (von wem?) hatte, den Glauben der Christen mal wieder zu erschüttern. Ja, einem Prof. Berger oder einem Alexander Schick kann ich auch mehr vertrauen - aus Erfahrung. Möge Gott durch seinen Heiligen Geist auch diese Kritiker zum Licht Seiner Wahrheit in Jesus Christus führen. Allen ein gesegnetes Jahr 2013.
Immer das Gleiche hier: Anstatt dankbar zu sein, dass das ZDF überhaupt noch christliche Inhalte bringt, wird viel zu oft lamentiert. Theologisch war die Sendung doch größtenteils in Ordnung - freilich gab es für die einschlägig Interessierten nicht viel Neues, aber das ist ja immer so!
Lieber HeCo, inhaltlich stimme ich ja Alexander Schick zu, deshalb schrieb ich "Hinzu kommt". Ich habe mich aber auch über die Art und Weise, in der Frau Gerster noch zusätzlich durch Gestik und Mimik diesen "Faktencheck" rüberbrachte, geärgert. Damit wurde diese Sendung inhaltlich doppelt anstößig. Zumindest die öffentlich-rechtlichen Sender sollten nicht nur auf Ausgewogenheit bedacht sein, sondern auch auf Wahrheitsfindung. Und ... Nächstenliebe und berechtigte Kritik müssen sich nicht ausschließen. Grundsätzlich habe ich aber Ihre Kritik verstanden. Aber schreiben Sie mal an die Redaktion oder an den Intendanten. Das Abwimmeln berechtigter Kritik ist normal und macht schon missmutig. Aber nichts für ungut - MfG J.
@bosco139. Ja, schweigen wir von etwas anderem! --- Im Fernsehen ist man ja gewohnt, von wenigen Ausnahmen abgesehen, die Wahrheit zu verdrehen, wie auch in Funk und Presse. Es ist zur zweiten Natur nicht nur des Zweiten, der Politiker und Banker geworden. Wir werden schon noch eine Weile hinnehmen müssen, was wir nicht ändern können. --- Die biblischen Wahrheiten eignen sich vortrefflich zum Predigen. Als Diskussionsbasis ist es viel zu schade, auch innerhalb christlicher Kreise, würden, wie viel mehr also mit den anderen, die die Wahrheit am liebsten in der Luft zerreißen würden, um die Fetzen anschließend auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. --- Das Gute und das Böse müssen in einem Feld zur Reife gelangen, dann kommt das Gericht.
Wo kann man denn protestieren, gibt es einen Link?
Das, was sich das ZDF 'geleistet' hat, war vorauszusehen. Die öffentlich 'rechlichen' Medien sind fest im Griff linksgrüner Atheisten. Jetzt könnte oder sollte man gespannt sein, wie die EKD reagiert. Anstatt der stillen, heiligen Nacht, in der unser Heiland JESUS CHRISTUS geboren wurde, dankend zu gedenken, wird wohl eher das allgemeine 'Schweigen im Walde' zelebriert. Die Liebes-Botschaft GOTTes an die Menschen, die Heilige Schrift, ist ja auch nur ein Stück Welt-Kultur-Erbe...
Lieber Johannes3.16, Ihr Kommentar sagt nichts zur Sendung. Er lässt sich persönlich herablassend über Frau Gerster aus. Das ist unwürdig, für IDEA und erst recht für einen Christen (der sich den Namen "also hat Gott die Welt geliebt..." gibt). So etwas gehört genau so wenig hierher, wie vielleicht die Sendung ins ZDF.
Die Weihnachtsgeschichte erzählt eindrucksvoll von der Geburt des Sohnes Gottes mitten im Elend, als Sohn einer Minderjährigen, in Obdachlosigkeit und unter Verfolgung. Es käme den satten Menschen sehr entgegen, wenn es in Wirklichkeit anders gewesen wäre. Dann muss man sich zu Weihnachten über solche Probleme keine Gedanken machen. Dann schmeckt die Weihnachtsgans besser. Aber denen, die heute Ähnliches erleben - zum Beispiel als verfolgte Christen, zum Beispiel als minderjährige Mütter, die sich für das Kind und gegen die Abtreibung entscheiden -, nimmt man dadurch die Vorbilder. Diese Menschen in Not werden den Satten nicht den Gefallen tun und glauben, Jesus sei warm und trocken in einer bürgerlichen Familie in Nazareth geboren worden. Abgesehen davon lassen sich Dinge, die 2000 Jahre zurückliegen, mit den Mitteln der Geschichtswissenschaft nicht mit letzter Sicherheit beurteilen. Wer das Matthäus-Evangelisum anzweifelt, muss sagen: "Über einen Kindermord können wir keine Aussage treffen" und nicht "Den hat es nicht gegeben". Mit "Faktencheck" tut das ZDF so, als könne man sichere Aussagen treffen. Das ist gelogen.
Stimmt es, dass das ZDF berichtet hat, dass Jesus und seine Familie im biblischen Palästina gelebt hat? Somit wäre ja das ZDF das geistliche Gegenüber von dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs; dem Gott, der der Vater von Jesus Christus ist!
Hat es nun den Kindermord von Bethlehem gegeben oder nicht? Das lässt sich doch historisch klären, ohne den Glauben zu strapazieren. Genau so die Volkszählung. Ob Maria Jungfrau war oder nicht, ist doch historisch bedeutungslos, eine reine Glaubensfrage. Würden Christen in ein Glaubensloch fallen, falls Jesus in Nazareth geboren worden wäre? Sogar wenn historisch einwandfrei nachgewiesen werden könnte, dass der Mensch Jesus niemals existiert hat (es geht nicht), würde der Glaube nicht darunter leiden.
So einem Bericht unter dem Hintergrund, dass alle Menschen in unserem Land in ein paar Tagen die Zwangsbeglückungsgebühr bezahlen dürfen, die sich dann auch noch als "Service" bezeichnet ... Na, herzlichen Dank!
Dazu sollte man/frau wissen, dass der Ehemann von Frau Gerster in grauer Vorzeit einmal Theologie studiert hat (und nie verbindlich angewandt hat) - er berät anscheinend mit längst überholten Positionen...
In dem Werbespot für diese Sendung war Petra Gerster ganz begeistert, dass Christen zu Weihnachten ein Baby anbeten. Sie war offensichtlich ganz gerührt, nun den Zuschauern "Fakten" von vor Ort zeigen zu können. Woher will eine Nachrichtensprecherin denn auch wissen, dass ihre Vordenker die biblischen Zeugenberichte ganz bewusst durch Textkürzung (Lukas 2, Verse 8 - 20) verfälschen. Der Engel des Herrn trat zu den Hirten und sprach, Vers 11: "Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids". Von wegen Baby! Gott wusste damals schon, wie Journalisten heute arbeiten und wählte einfache Leute aus, um seine herrlichen Taten unverfälscht und ungekürzt erzählen zu lassen.
Hinzu kommt, dass ausgerechnet die Nachrichtenvorleserin Petra Gerster in Bethlehem war (Reisekosten!) und diese "Fakten" mit ungläubigem Staunen moderierte. Sie hat ja schon genug damit zu tun, wenn sie "heute" fehlerfrei über die Bühne bringt ... Es wird immer schlimmer mit den Einheitssendern ZDF und ARD. Man sollte diese kostspieligen Anstalten vereinen, das würde eine Menge der Zwangsgebühren ersparen und bedeuten, dass nur noch ein Krimi, nur eine Polit-Sendung, nur eine Talkrunde, nur eine Sport-Sendung etc. laufen würde. Das würde allemal reichen!