28. Dezember 2012
Wirtschaft
Kirche sollte Unternehmer nicht belehren

Berlin (idea) – Die Kirche sollte sich davor hüten, gegenüber Unternehmern und Führungskräften aus der Wirtschaft einen belehrenden Ton anzuschlagen. Dazu rät der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende, Altbischof Wolfgang Huber (Berlin). Wie er gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“ sagte, ist es für Führungskräfte wichtig, dass sie sich von der Kirche ernst genommen fühlen: „Wenn Unternehmer, was viele ja tun, sich ehrenamtlich engagieren, dann möchten sie faire Teilhabe an Verantwortung erleben, statt dass sie belehrt werden.“ So freuten sich Verantwortungsträger aus der Wirtschaft über „persönliche Ansprache, über gute Kirchenmusik und gehaltvolle Gottesdienste“. Zugleich formulierte Huber Ansprüche des Christentums an die Wirtschaft: „Zentrales Kriterium der evangelischen Sozialethik beim Blick auf das Unternehmertum ist, dass Gewinnerzielung nicht Selbstzweck ist.“ Arbeitsplätze müssten dauerhaft gesichert werden und Güter und Dienstleistungen hätten den Menschen zu nützen. „Es geht um den Vorrang des Vertrauens vor dem Kapital: Unternehmen müssen vertrauenswürdig agieren“, sagte Huber. In dem Beitrag verweist Autor Matthias Kamann auch auf den Kongress christlicher Führungskräfte, der vom 17. bis 19. Januar in Leipzig stattfindet. Er steht unter dem Motto „Mit Werten in Führung gehen“. Ziel ist es, Christen in Führungspositionen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und Werte zu leben. Der Kongress findet seit 1999 alle zwei Jahre statt und hat sich seitdem zum größten Wertekongress im deutschsprachigen Europa entwickelt. Veranstaltet wird er von der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) in Kooperation mit der Firma „tempus Akademie & Consulting“ (Giengen) sowie einer breiten Allianz aus Unternehmerverbänden, landes- und freikirchlichen sowie anderen christlichen Organisationen.


Wer denn sonst Herr Huber, wenn nicht die Führenden der Kirche, sie müssten doch am Besten wissen, was richtig und falsch ist. Ansonsten würde ich sagen, wenn sie schon nicht mal mehr das klare, eindeutige Evangelium predigen, dann sollten alle Kirchen nur noch von Spendengeldern abhängig sein und keinen einzigen Cent mehr von Steuergeldern erhalten. Bei den meisten Kirchenvertretern hat man sowieso schon mehr das Gefühl, einen Politiker vor sich zu haben als einen Vertreter der Wahrheit Jesu Christi. Wenn die Kirchen weiterhin so viel lügen und immer mehr Dreck aufhäufen wird bald kein einziger mehr Mitglied einer Kirche sein. Das ist das Resultat ihrer falschen Lehren, dass die Kirchen immer leerer werden. Ich möchte keinen Pfarrer oder Priester in der Politik sehen, sondern eindeutig das Evangelium lehren und leben. Für die Politiker können sie beten, wie es uns auch Paulus sagte und ihnen aufzeigen, was vor Gott Recht und Gerechtigkeit ist. Wer wird den Tag des HERRN ertragen können, wenn sie schon nicht mal das gelesene Wort Gottes, das die Wahrheit ist, ertragen. Jesus ist die fleischgewordene Wahrheit voller Herrlichkeit, Licht und Glanz und keine Lüge, auch keine "Notlüge" kann vor IHM bestehen.
Macht sie nicht nass, doch wascht ihnen den Pelz. Belehrt sie nicht, doch zeigt ihnen, wo es langgeht. Kritisiert die Unternehmer nicht, doch zeigt ihnen, welches die richtigen Prioritäten sind. Lasst sie in Ruhe, doch sagt ihnen, was sie tun müssen und wie sie zu sein haben. Usw., usf. Was da ein Altbischof von Christen fordert, ist jene Diplomatie, wo jedes Ja immer auch ein Nein beinhaltet und umgekehrt. So wird das Reich Gottes den Menschen aber nicht näher gebracht. Mit der gebrochenen Logik verhält es sich wie mit dem gebrochenen Licht: Man kann damit allerhand zauberhafte Erscheinungen hervorrufen und mehr nicht; auf Dauer machen beide krank. Das wahre, das gelingende, vor allem das über das Kreuz Christi in die Ewigkeit mündende Leben verlangt Geradlinigkeit im Denken und Eindeutigkeit der Botschaft.
Gleichwohl... die Kirche kann der Politik und Wirtschaft wertvolle Impulse geben, natürlich glaubwürdig vorgelebte. Wie auch Politik und Wirtschaft für die Kirche in manchen Belangen befruchtend sein kann.
Diese Mahnung von Altbischof Huber richtet sich vor allem gegen den Präses der EKD, Nikolaus Schneider, der sich oft auf politischem Parkett tummelt und aus seiner linken Einstellung keinen Hehl macht. Und natürlich ist auch die "ruhende" Präses Göring-Eckardt gemeint, die Spitzenvertreterin einer Partei ist, die ausgesprochen kirchenfeindlich ist und viele Beschlüsse gefasst hat, die mit der Bibel nicht in Einklang zu bringen sind. Konsequent weiter gedacht, wäre es für Kirche und Staat das Beste, sich voneinander zu trennen und auf einer unabhängigen Ebene so gut wie möglich gemeinsam für das Wohl des Staates und aller Bürger zusammenzuarbeiten.