Donnerstag, 23.05.2013

13. Dezember 2012

Anonyme E-Mail

Katholischer Kritiker der Homosexualität massiv bedroht

Katholischer Kritiker der Homosexualität massiv bedroht
Der Chefredakteur des katholischen Fernsehsenders K-TV und Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Martin Lohmann. Foto: PR

Bonn (idea) – Eine massive Drohung hat der Chefredakteur des katholischen Fernsehsenders K-TV und Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Martin Lohmann (Bonn), erhalten. Ein Unbekannter sandte ihm eine E-Mail mit den Worten: „Ich bin homosexuell und habe AIDS, wohne in Bonn und bin nun entschlossen, ihnen auch dieses Geschenk der Immunerkrankung zu geben. Wenn Sie also demnächst einen kleinen Piekser verspüren sollten, dann war ich das wohl mit meiner Nadel.“ Lohmann sieht in der „perfiden Drohung mit Vernichtungsabsicht“ eine Reaktion auf seinen Auftritt in der ARD-Fernsehsendung „Hart aber fair“, die sich am 3. Dezember mit der Frage „Homo-Ehe ohne Grenzen?“ befasste. Darin hatte er sich gegen eine vollständige Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe gewandt. Zugleich kritisierte er, dass ein „Hype“ um Homosexualität gemacht werde, obwohl der Anteil von Schwulen und Lesben nur zwei Prozent betrage und lediglich 0,058 Prozent der Bevölkerung eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen seien. Wie Lohmann auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, nehme er die Drohung ernst und habe Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Er habe aber keine Angst: „Ich weiß mich geschützt und geborgen in der Liebe Gottes.“ Lohmann rief dazu auf, für den Bedroher zu beten. Er bedauere, dass viele Homosexuelle zwar Toleranz einforderten, aber dazu offenbar selbst nicht in der Lage seien. Er habe nicht nur diese Drohung, sondern auch „unzählige Pöbeleien“ erhalten. Die Journalistin und bekennende Christin Birgit Kelle (Kempen/Niederrhein), die sich in der Sendung gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Partnerschaften ausgesprochen hatte, bekam nach eigenen Angaben ebenfalls zahlreiche beleidigende Reaktionen. So schrieb ein Redakteur des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Alex Nieschwietz, von seinem Twitter-Account die Nachricht: „Ich glaub Frau Kelle ist eine Hexe! Hexe! Verbrennen!“ Nach Protesten von Christen entschuldigte sich der Journalist für seine Aussagen.

6 Leserkommentare
WPEV | 09.02.2013 um 17:42 Uhr

Herr Lohmann, ein Kompliment für die sachliche und biblisch unterlegte Haltung in den Sendungen der Herren Plasberg/Jauch und Lanz. Ein gutes Zeugnis für Gottes Wort. Trotz sehr problematischer Thematik und sehr schwer verständlichem Verhalten der Kirche in den jüngsten Vorgängen in Köln... Kompliment.

| 16.12.2012 um 13:28 Uhr

Seltsame Begriffe machen seit Jahren die Runde. Zwei davon seien hier genannt: Homophobie und Islamophobie. Diese "geistes-kranken-Zustände" wirft man all denjenigen vor, die einfach anderer Ansicht sind und oft auch beste Gründe zu dieser anderen Meinung haben. Das ist "Gott-sei-Dank" noch im Grundgesetz festgeschriebenes Freiheitsrecht. 1. Wir Christen sollten jederzeit davon vollen Gebrauch machen! 2. Ich möchten einen dritten Begriff hier einführen und der heißt "christophob" und will ebenso verallgemeinernd sagen: Homosexuelle und Muslime sind offensichtlich "christophob". Das wird an vielen Stellen erschreckend deutlich. Was Martin Lohmann betrifft, diese Drohung ist KRIMINIELL und LEBENSGEFÄRLICH. Ich hoffe, hier wird der Täter ermittelt und seiner verdienten Strafe zugeführt. Derartiges MUSS ERNSTGENOMMEN UND GEAHNDET WERDEN! Ich unterstreiche die Gebetsaufrufe! SHALOM

Nazir | 15.12.2012 um 19:34 Uhr

Herr Lohmann, bleiben Sie bitte standhaft in der Diskussion und denken Sie stets an die Worte Jesu: "Fürchte Dich nicht" und "Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich Euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürtzt". Wörtlich "Euer Herz lasse sich nicht terrorisieren".   "Dass Jesus siegt bleibt ewig ausgemacht, sein ist die ganze Welt."

milan | 13.12.2012 um 20:11 Uhr

Sünde hat manchmal sehr konkrete Konsequenzen, egal ob man es wahrhaben möchte oder nicht. Der Mann hat erbärmlichen Frust über sein zerstörtes Leben, verständlich. Jeshua ist auch für ihn gekommen, für ihn gepeitscht, für ihn gestorben, für ihn auferstanden. Er braucht Jeshua dringender denn je. Erlösung, Befreiung, Heilung, Errettung und all das was Liebe für ihn greifbar macht. Vielleicht kann man ihn erneut über das TV-Programm erreichen, mit einer persönlichen Botschaft?

WPEV | 13.12.2012 um 19:30 Uhr

Ja, Gebet zu seinem Schutz ist richtig. Aber auch für den/die Verblendeten, die solche Drohungen aussprechen.

| 13.12.2012 um 17:27 Uhr

Beten wir dafür, dass dem ja völlig unschuldigen und meines Erachtens sympathischen Herrn Lohmann nichts passiert und dass der Terror in der BRD nicht weiter um sich greift!

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