27. Dezember 2012
Gesellschaft
Kirchentagspräsident kritisiert Arbeitgeber Kirche

Hamburg/Trier (idea) – Die Kirchen sind als Arbeitgeber nicht so vorbildlich, wie sie es sein sollten. Diese Kritik hat der Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Gerhard Robbers (Trier), gegenüber der ZEIT-Beilage „Christ und Welt“ (Hamburg) geäußert. Oberstes Ziel kirchlicher Einrichtungen sollte es nicht sein, mehr Geld zu verdienen, sondern ein Vorbild im Umgang mit den Beschäftigten zu sein, sagte er. Leider gebe es zu viele Betriebe, „die das nicht sind“. Die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände sind mit mehr als 1,2 Millionen Beschäftigten einer der größte Arbeitgeber in Deutschland. Robbers, der an der Universität Trier Staatsrecht lehrt, forderte die Kirchen auf, enger mit den Gewerkschaften zusammenzuarbeiten: „Mich macht betroffen, dass es über Jahrzehnte zwischen Kirche und Gewerkschaft eher Konfrontation gab als das Bewusstsein, dass man sich gemeinsam um Behinderte, Alte, Junge oder Verschuldete kümmern muss“, sagte er. Bisher handeln die Kirchen Tarife in eigenen Kommissionen aus; Streiks und Aussperrungen sind untersagt. Ende November hat das Bundesarbeitsgericht nun Streiks in Kirchen erlaubt, wenn die Gewerkschaften nicht an Tarifverhandlungen beteiligt sind. Wie Robbers sagte, will man beim nächsten Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg Konzepte entwickeln, „in denen Gewerkschaften und Kirchen künftig partnerschaftlicher zusammenarbeiten können“.
Mehr Staatsverträge mit Muslimen
Robbers forderte zudem die Bundesländer auf, Staatsverträge mit muslimischen Dachverbänden zu schließen. Im November hatte Hamburg als erstes Bundesland einen Vertrag mit drei Verbänden unterzeichnet. Er war auf Kritik gestoßen, da alle drei Partner einen konservativen Islam vertreten. Nach Robbers‘ Ansicht sind solche Verträge überfällig: „Wir müssen die viereinhalb Millionen Muslime einbeziehen. Niemand kann von Zuwanderern verlangen, Werte des Grundgesetzes zu leben, wenn man sie nicht in die deutsche Gesellschaft hineinlässt.“ Der Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 1. bis 5. Mai statt. Er steht unter dem Thema „Soviel du brauchst“.


Eine junge Frau wandte sich eines Tages an die Frau eines Missionars, um ihr ihr Leid zu klagen über die aus ihrer Sicht unwürdigen Behandlung ihres Mannes. Die Frau des Misissionars betete mit ihr, dann streifte sie ihre Oberarme frei. Als die junge Frau die Arme mit den vielen blauen Flecken sah, verstummten ihre Lippen, geschwind nahm sie ihre persönlichen Dinge und eilte fort. --- Es ist ein gutes Ding barmherzig zu sein, ein gute Sache unvermögenden Menschen zu günstigen Konditionen ein Alten gerechtes Wohnen zu bieten. Wenn man dazu aber Personen einstellt, sie ohne Lohn oder geringfügigen Kostenausgleich oder Niedrigstlohn beschäftigt, dann sind doch gewisse Zweifel an der Barmherzigkeit gerechtfertigt. Ist Barmherzigkeit auf Kosten der Ärmsten wirklich Barmherzigkeit? --- Auf Missionarsebene kann man ähnliches feststellen. Weiße Missionare, egal welcher Herkunft, haben häufig Haus und Grund in fremden Landen, ihre Kinder gehen auf beste Schulen, alles ist bestens abgesichert. Sie heuern Eingeborene für diverse missionarische Tätigkeiten an. Was sie ihnen in die Hand drücken ist zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig. --- Solche Beispiele an christlicher Hilfsbereitschaft lockt wie ein Eiskrem am Nordpol. Sagt doch die Bibel, dass jede Arbeit ihres Lohnes wert ist. Oder, was du den Kleinsten unter den Meinen getan hast, hast du mir getan.
Man kann wirklich nicht mehr für den "Kirchentag" werben!